Das sperren von Blogs

wurde jetzt das erste mal von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien eingesetzt. Gesperrt wurde ein Blog in dem die Magersucht behandelt und verherrlicht wurde. Natürlich erregt so eine Entscheidung Reaktionen in der Blogospäre (lawblog, spreeblick).

Um es vorweg zu sagen, ich verstehe die Entscheidung der Bundesprüfstelle, halte sie aber für etwas naiv. Zumal mit der geplanten Sperrung von Internetinhalten, die unsere Bundesfamilienministerin vorantreibt, sich sehr denkwürdige Tendenzen abzeichnen.

Ich halte die Entscheidung aus dem Grund für naiv, da sich im globalen Internet so leicht Wege finden lassen sich dem Zugang deutscher Behörden zu entziehen das es wirklich schon an absurd ist so etwas national zu verbieten. Aber ich verstehe die Besorgnis der Bundesprüfstelle Kindern und Jugendlichen ungeschützt Zugang zu Seiten zu geben, die einer gewissen Einordnung bedürfen.

Meines Erachtens sollte der Schutz der Kinder/Jugendlichen nicht im Netz ansetzen da er dort technisch bedingt nie greifen kann. Der Schutz muß offline gestärkt werden und das ganze nennt sich Medienkompetenz! Die bekommt man nicht wenn man nur auf guten und unbedenkliche Seiten unterwegs ist. Man muss die Kinder/Jugendlichen in der Schule und zu Hause fit machen für das Internet und das funktioniert nur wenn man es mit den Kinder/Jugendlichen zusammen entdeckt und offensiv mit den Inhalten umgeht.
Seine wir mal ehrlich das verbotene ist doch erst recht verlockend, gerade nach diesem abzusehenden Echo in den Blogs.

Andreas Loppnow

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